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Hüftdysplasie: Diagnose trotz normalem Ultraschall bei der U3-Untersuchung im Säuglingsalter? 

Autorenbild: Sufian Ahmad
Sufian Ahmad
27. Dez. 2025
1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Dez. 2025


Diese Frage wird häufig gestellt. Vor Kurzem haben wir dazu eine Studie durchgeführt und veröffentlicht.

 

Dank der U3-Ultraschalluntersuchung im Säuglingsalter werden unerkannte Hüftluxationen in Deutschland nicht mehr übersehen; sie werden rechtzeitig erkannt und behandelt.

 

Dennoch zeigen etwa 50 % der jungen Erwachsenen mit behandlungsbedürftiger Hüftdysplasie normale Befunde bei der U3-Untersuchung. Das lässt darauf schließen, dass eine normale U3-Untersuchung im Säuglingsalter eine reduzierte Überdachung des Hüftkopfes im Erwachsenenalter nicht vollständig ausschließen kann.

 

Zudem wird die Hüftform in den ersten Lebensjahren durch verschiedene Aktivitäten beeinflusst.

 

Aus diesem Grund empfehlen wir, bei Leistenschmerzen oder pelvi-trochanten Schmerzen im Kindes- oder jungen Erwachsenenalter die Differenzialdiagnose Hüfte in Betracht zu ziehen und eine Beckenübersichtsaufnahme bei einem Hüftspezialisten durchführen zu lassen. Diese Aufnahme, die nach standardisierten Kriterien erstellt werden muss, ermöglicht eine präzise Vermessung der Hüftform und kann eine Hüftdysplasie bestätigen oder ausschließen. Die Auswertung der Beckenübersichtsaufnahme sollte von einem Arzt oder einer Ärztin erfolgen, die Erfahrung in der Behandlung von Hüftdysplasie bei Erwachsenen hat.


 
 
 

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