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Unterschied zwischen der periacetabulären Beckenumstellung und der dreifachen Beckenumstellung (Triple-Osteotomie oder Tönnis-Osteotomie)

  • Autorenbild: Sufian Ahmad
    Sufian Ahmad
  • 23. Nov. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 30. Nov. 2025

Die Reorientierung des Acetabulums kann durch eine periacetabuläre Beckenumstellung (PAO) nach Ganz oder durch eine dreifache Beckenumstellung (Triple-Osteotomie oder Tönnis-Osteotomie) erreicht werden. In vielen englischsprachigen Ländern wird bei Erwachsenen ausschließlich die PAO angewendet. In Deutschland hingegen hat die dreifache Beckenumstellung aufgrund ihrer historischen Entwicklung in Dortmund einen hohen Stellenwert, da viele Orthopäden diese Technik erlernt haben.

 

Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass die PAO eine Osteotomie im Knochen darstellt, die die Integrität des Beckenringes gewährleistet. Dadurch bleibt die Beckenhälfte trotz der Osteotomie stabil, und Schrauben werden lediglich zur Sicherung der Fragmentrotation eingesetzt. Ein großer Vorteil ist, dass das mobile acetabuläre Fragment ohne Spannung bleibt, was große Korrekturen erleichtert, da die Bänder an der hinteren Säule und nicht am mobilen Fragment ansetzen.

 

Dank der Stabilität nach der PAO wird der Eingriff in manchen Ländern bereits ambulant durchgeführt.

 

Im Gegensatz dazu wird bei der dreifachen Beckenumstellung die Beckenhälfte quer durchtrennt, was erfordert, dass die oberen und unteren Elemente des Beckens mit Schrauben fixiert werden. Hierbei ist eine sorgfältige Nachbehandlung notwendig, u

m Pseudoarthrosen zu vermeiden, und eine Schraube im Schambein ist häufig erforderlich. Obwohl der Eingriff technisch einfacher als die PAO ist, stellt er aufgrund der Beckendiskontinuität insgesamt eine größere Belastung für den Patienten dar.



 
 
 

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